WIENERIN SUMMIT 2011
Gipfeltreffen der Top-Frauen
Wienerin Summit 2011 mit Dr. Dambisa Moyo und
Dr. Vandana Shiva als Keyspeakerinnen
Wien, am 18.03.2011
„Bildung in all seinen Facetten öffnet viele Türen in die Zukunft. Damit wir es schaffen, Wohlstand zu halten, mehr Demokratie in anderen Ländern zu forcieren, mehr Selbstbestimmung und Gesundheit zu erlangen.“ So lautet eines von vielen starken Statements des ersten WIENERIN SUMMITs.
Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums lud das Frauenmagazin am 17. März gemeinsam mit der OMV zum internationalen Frauengipfel, wo sich Top-Vortragende und hochkarätige Podiumsgäste in Wien versammelten, um neue Impulse zum Thema „Frauenbildung für eine bessere Welt“ zu setzen.
Sylvia M. Steinitz, Svetlana Puljarevic, Dr. Dambisa Moyo, Karen Müller
Fotocredits: © Karl Schöndorfer
Wohin führt die Bildungsdebatte? Und welche Rolle spielen dabei die Frauen – als Begünstigte wie auch als Schaffende von Bildungsmaßnahmen? Beim ersten und internationalen Frauengipfel der WIENERIN wurden dazu konkrete Forderungen und Strategien entworfen, die nicht nur in den Köpfen der Teilnehmer hängen bleiben, sondern auch zum tatsächlichen Handeln anregen sollen. Sylvia Margret Steinitz, Chefredakteurin der WIENERIN, begrüßte die 300 Kongressgäste mit den Worten: „Ich freue mich, dass so viele starke Personen hierher gefunden haben. Bildung bedeutet den Weg in die Zukunft – und wir bestimmen, wie dieser Weg aussieht. Wir haben heuer viele Jubiläen zu feiern - 100 Jahre Frauentag, 25 Jahre WIENERIN und 5 Jahre Charity Award. Deshalb veranstalten wir dieses Symposium, das ein Zeichen für eine bessere Welt setzen soll.“
Ihr besonderer Dank galt auch der OMV, die als Partner des ersten WIENERIN SUMMITs auftrat und diesen damit mit ermöglichte. „Als österreichisches Vorzeigeunternehmen von internationaler Bedeutung hat die OMV Bildung zu einer tragenden Säule ihrer Unternehmensstrategie erklärt und erfüllt dadurch den Anspruch von Wirtschaft und Verantwortung. Wir freuen uns, für unseren internationalen Frauengipfel einen Partner gefunden zu haben, der unser Motto „Frauenbildung für eine bessere Welt“ schon lange lebt.“
Die Schirmherrin des ersten WIENERIN Summits, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, rief in ihrer Eröffnungsrede klar zum Handeln auf: „Nicht nur der Zugang zu Bildung ist wichtig, sondern das Gelernte auch anwenden zu können. Ganz allein ist das nicht zu schaffen, sonst wäre in Österreich der Weg schon weiter als er es nach 100 Jahren Frauentag ist.“
Svetlana Puljarevic, Dr. Ingrid-Mylena Kösten, Gertrude Schatzdofer, Dr. Ilse Vigl, Petra Jenner, Manuela Lindlbauer
Fotocredits: © Karl Schöndorfer
Ganz klar stand auch der internationale Aspekt des Themas Bildung im Vordergrund. Sylvia Margret Steinitz betonte die Notwendigkeit eines internationalen Zugangs zum Thema in einer Welt, die immer näher zusammenrückt. Als internationale Vortragende begrüßte die versierte Moderatorin und Gründerin des Frauennetzwerks Medien Brigitte Handlos unter anderem Star-Ökonomin und Bestsellerautorin Dr. Dambisa Moyo, die Trägerin des Alternativen Nobelpreises Dr. Vandana Shiva sowie Beatrice Achaleke, die im Jahr 2006 die Non-Profit-Organisation AFRA mit Sitz in Wien gründete.
Gabriele Heinisch-Hosek, Sylvia Margret Steinitz, Dr. Dambisa Moyo, Dr. Vandana Shiva
Fotocredits: © Karl Schöndorfer
Dr. Vandana Shiva begann mit ihrem Vortrag eine Reihe spannender Keyspeeches und hochkarätig besetzter Podiumsdiskussionen und erntete mit ihrer Rede gleich Standing Ovations. Ihr Appell an die Kongressteilnehmer ist, sich vernünftig um unsere Ressourcen zu kümmern und genügend für die kommenden Generationen übrig zu lassen. „Wir sind imstande, als Frauen genau das zu tun, wir müssen es nur gemeinsam mit anderen schaffen. An alle Männer: Wir sind das erste Geschlecht und nicht das zweite, wir müssen es anders machen als die, die uns glauben lassen, dass die Natur tot und zu bezwingen ist.“
Getrude Schatzdorfer, Béatrice Achaleke, Svetlana Puljarevic
Fotocredits: © Karl Schöndorfer
Beatrice Achaleke erhielt mit ihrem Vortrag viel Zuspruch aus dem Publikum und brachte ihren Standpunkt klar auf den Punkt: „Das Thema Bildung ist eines, das sehr wichtig ist für uns Frauen. Nicht, weil wir als Frauen die Aufgabe haben, unsere Kinder zu erziehen, sondern weil wir durch unsere Bildung leben wollen, wir wollen uns selbst verwirklichen, wir wollen in der Lage sein, durch Bildung eine bessere Lebensqualität zu haben, was uns auch zusteht!“
Als Highlight präsentierte die WIENERIN den ersten Auftritt von Dr. Dambisa Moyo im deutschsprachigen Raum, die mit einem sehr bestimmten und starken Auftritt glänzte und ihre Theorien zum Untergang der westlichen Welt prägnant zusammenfasste. Ihre These: Wenn der Westen nicht mehr in Forschung und Technologie investiert, werden Europa und die USA von Ländern wie China überholt werden. Der Schlüssel dazu heißt Bildung. „Irgendwann werden wir auf das blicken, was wir bisher gemacht haben, und ich denke, eines Tages werden wir sehen, dass es richtig ist, was ich sage“, ist sie fest überzeugt.
Svetlana Puljarevic, Dr. Ingrid-Mylena Kösten, Gertrude Schatzdofer, Dr. Ilse Vigl, Petra Jenner, Manuela Lindlbauer
Fotocredits: © Karl Schöndorfer
In spannenden und hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen wurden die Themen Ausbildung als Chance auf Entwicklung, Wissen als Chance auf Selbstbestimmung und Frauenförderung als Empowerment im Detail beleuchtet, um Konzepte und Best-Practice-Beispiele im Bereich Bildung vorzustellen. Brigitte Handlos leitete Persönlichkeiten wie André Stern, Dr. Karin Gutierrez-Lobos, Dr. Wolfgang Ruttenstorfer, Asma Aiad, Almaz Böhm, Dr. Edit Schlaffer, Dr. Sabine Ladstätter, Dr. Fatima Ferreira, Petra Jenner, Dr. Ingrid-Mylena Kösten, Dr. Ilse Vigl und Dr. Sonja Hammerschmid gekonnt durch die vielfältigen Themenbereiche. Sylvia Margret Steinitz, Chefredakteurin der WIENERIN, hob am Ende besonders hervor, dass „Frauen keine homogene Gruppe bilden und es daher kein Schablonendenken geben kann. Außerdem verlaufen Frauenkarrieren anders als Männerkarrieren und dürfen nicht gleich bewertet werden.“ Zu guter Letzt rief sie alle begeisterten KongressteilnehmerInnen im Saal zum fleißigen Netzwerken auf. „Das Ziel des heutigen Tages war es, Impulse zu setzen. Jetzt geht es jedoch erst richtig los: hoffentlich vernetzen Sie sich, bilden Gesprächsrunden. Denn es ist wichtig, nun etwas daraus zu machen, was wir hier erarbeitet haben. Die Stärke dazu haben wir.“

Almaz Böhm, Dr. Wolfgang Ruttenstorfer
Fotocredits: © Karl Schöndorfe
„Die WIENERIN setzt bereits seit 25 Jahren auf starke Frauen und hat sich zum Ziel gesetzt, diese nicht nur medial zu unterstützen sondern ihnen auch ein Sprachrohr zu geben. Mit unserem ersten WIENERIN SUMMIT wollten wir Bildungsinteressierten die Möglichkeit geben, wertvolle Einblicke, neue Erkenntnisse und vor allem viel praktisches Wissen für ihre eigene Zukunft mitzunehmen. Unser übergeordnetes Ziel, sich von herausragenden Persönlichkeiten inspirieren und motivieren zu lassen und seine Zukunft für sich selbst und andere aktiv mit zu gestalten, haben wir heute mehr als erreicht“, freut sich auch Svetlana Puljarevic, Geschäftsführerin der Styria Multi Media Ladies und Initiatorin des ersten WIENERIN SUMMIT.
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